28.01.2026

Kaminfeuer, in Martys Haus in Donegal

Mystisches Irland

flüstern die Telefondrähte.

Ultramarin heute die

See. Tory Island,

ein Stück Wildheit,

hinter Fensterglas gerahmt

in schwerem Holz.

Durch 

den Gesang des

Windes glänzt

ein Traktor,

knattert vorbei an

Kräutern, violett,

blau und orange.

Wie aus

einer anderen Zeit,

die Uhr an der Wand.

Neben mir im Kamin,

Asche von gestern,

davor frische Krümel 

vom Torf.

Wieder draußen,

Wolkenberge zerfetzt

vom atlantischen Wind.

Felsiges Land,

ausgeblutet vom Hunger,

und doch guter 

Grund für Kartoffeln und 

Brot. Ein Stück fremde 

Heimat zwischen 

Traum und Wirklichkeit

eines erwachten Landes.

So teuer wie der

Rest der Welt.

Auf den Strommasten

Spatzen, widerspenstig

wie die Birken und die Eichen.

Stechpalmen klammern sich

an Fels und Moor.

Abends, kein Staub trübt

die Sonne, wenn sie sich

zeigt.

Regenbögen in Pastell.

Leuchtender Lohn

für Wasserhimmel.

Im Blick zum Horizont

trotzen wir dem fremden Land

ein Stück Licht

den grauen Stunden ab.

Hinter Autoscheiben,

ein Fingerwinken,

genug für ein

warmes Gefühl im

Bauch (und ein Pint

im Pub).

Irgendwie kommt es auf mich an,

denke ich,

und dass mein Herz

immer mit mir zieht.

Kein Ort nirgends

ist überall,

wenn der

Himmel voller Wolken

auf diese Erde

fällt.


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