01.02.2026

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DUNKLE BLUME Kinderzeit.

Alte Stadt im Nebelfilz. An jeder Ecke Kohlehaufen.

Rußgefärbter Schnee. Pflastersteine, abgelaufen, 

eisig glänzend im Laternenlicht. Und ohne Kleid

die alten Linden, abgesägt bis auf den Stamm,

weiße Mützen auf dem Kopf. – Die Ohren

frei, die Jacke auf, nagte stetig und verfroren

Ostwind durch den Tag und unsre Sachen klamm.

Konsumladen, Eisenwaren, Bäckerei.

Traumzeit auf dem Schulweg: Skating Away, 

Skating Away on the Thin Ice of the New Day.

Too Far From Rock&Roll and too shy to cry.

Am Stadtrand fuhr ein Zug nach Nirgendwo.

Das Tuch am Hals lag schwer auf schmalen 

Schultern. Blieb Zeit noch zum Raketen malen

nach der Schule. Und fürs Mittelwellenradio.

Sauermilch und Kuchen. Selbst gemacht.

Ohne Not gabs immer was zu borgen.

Und unser Kachelofen wurde jeden Morgen

von Vaters Hand verlässlich angefacht.

Die Gerüche sind verflogen. Wir lieben

nun die Fantasien aus Stahl und Glas.

Doch das Gefühl von Wärme ist geblieben,

mit Freunden und zurück im Haus. In Winterlaunen

lebt das was, einst gewesen, fort, und das

reicht mir zu träumen und zu staunen.


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