Ufer, einst
mit Schippen und Karren
gebaut. Flüsse,
in neues Bett gezwängt.
Willfährige Wasser,
gebändigt von Menschenhand.
–
Segelboote, eilend,
zu ihrem Winterquartier,
auf geduldigen Wellen.
–
Heute Nacht: Sturmflut an den Küsten.
Hier rauscht nur der Wind in
herbstlichem Laub. Fegt Blätter, kreiselnd,
die Straßen hinab.
–
Krähenschwärme, orientierungslos,
vor verregnetem Himmel.
–
Vorbeiziehende Tanker, Frachter,
Container aus Fernost.
Mit App und WLAN warten wir:
Das Warten erzwungen.
Beobachter der Langsamkeit.
–
Die Zeit steht nicht,
nein, niemals still. Hier aber
stemmt sie sich gegen den
Lauf aller Dinge: Irgendwo, fern,
in Städten und Häusern, zurückgelassen.
–
Dorthin werden wir zurückkehren.
Morgen. Auf Autobahnen unserem
Zuhause entgegeneilend. In
den Knochen noch
unser Altern, maßvoll im
Strom der Zeit
zurückgewonnen,
für einen Augenblick.


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