Schlagwort: Kalenderblatt Kalenderblätter Lyrik Fotografie


  • 22.01.2026 Worauf warten wir so viele liebe kurze Tage? Den Bus? Das Ende einer Arbeit? Auf Feiertage, Urlaub? Auf Befunde? Eine Frau, den Mann fürs Leben? – Die Kraft der Zeit wiegt schwer in uns. – Denn: Erst, wenn wir nicht mehr warten, im Moment des Glücks, lösen wir uns freudig in ihr auf.

  • 21.01.2026 Volljährig und fähig zu Recht. Wann werden wir das sein?  Die Mächtigen, pubertierend. Im Streit um  Bauklötze, Eimer und Schaufel. Oder doch Öl,  Einfluss und Größenwahn eines gekränkten Kind-Seins? In einem Anflug von Prosa wünschte ich mir, Europa würde seinen Zeus von seinem oder ihrem Rücken schütteln, genau wie seine Frauen, erwachsen und emanzipiert.

  • 20.01.2026 Auch nach zwanzig Jahren ist noch Winter in meiner Stadt. Leere Busse am Morgen.  Werbung, zeitlos, für  ein paar Sekunden. Eingefangen in einem Bild.

  • 19.01.2026 Entzaubert, im Abendglanz einer Liebe. Gerda: Über sieben  Berge ist sie gestiegen, durch verschneite Ebenen ist sie geirrt, und, endlich am Ziel. Den eisigen Adel nicht achtend, gleiten sie nun gemeinsam übers nasse Eis.

  • 18.01.2026 Verlorener Ort. Sonne scheint durch widerspenstiges  Geäst. – Vor langer Zeit war ich hier, bis auf weiteres Zuhause mit einem dicken Buch. – Heute, um kurz vor 3, ein kurzer Stopp. Kein Mensch, die Fenster dunkel. – Wer mir lieb ist, wohnt jetzt andernorts.

  • 17.01.2026 Die Bojen auf der Warnow liegen still. Menschen haben frei. Die Fans sind  auf dem Weg zu Hansa, gerade ganz gemütlich. Die Autos, die Augen offen, zu Märkten und Verwandtschaft. – Über allem liegt ein Nebel. Die Stadt bricht auf zu neuen Ufern, baut Brücken oder Straßen, gern auch in der Winterzeit.

  • 16.01.2026 Eigentlich mag ich keine Katzenfotos. Genervt von der Bilderflut – nun mach ich selber eins. – Denn hinter jedem tausend Geschichten. Kindheit, Begleiter, Freund. Krankheit und Sorgen. Wer keine Tiere mag, wird dies auch unter Menschen nicht verstehen.

  • 15.01.2026 Verloren. Verschiebung im Blick. Einsam wanderte ich durch dunkle Stadt, durch dunkles Land. Mir fremd und fremd allem Vertrauten. – Durch eine Linse, das Objektiv verrissen. Das Motiv, ein Farbenspiel, Form und Bewegung,ein Licht, ohne Kontur.

  • 14.01.2026 Heute ist ein großer Tag für Mutter, Vater, Kind. Was ich euch jetzt erzählen mag: die kleine Lotti schwimmt! – Das klingt so einfach und beschwingt, als wär‘s schon immer so gewesen, einfach, leicht und froh: Die kleine Lotti schwimmt. – Doch jeder der die Lotti kennt, weiß, dass bevor es Freude bringt, solch…

  • 31.12.2025 Alle Jahre wieder. Und eins ums andre Mal. Rund 365 Tage stets die eine Frage: Wie war das Jahr? Haben wir es wahr und gute Sachen stets gemacht? Und am Ende, was hat es uns gebracht? Ein bisschen Ärger, etwa Mut, Sorgen, Trauer, Wut. Liebe, Krankheit, Hoffen, Das Leben ist aus seltsamsten Stoffen. Tage…