Schlagwort: Kalenderblatt Kalenderblätter Lyrik Fotografie


  • 13.01.2026 Es hat ein Ende, einenAnfang. Dazwischenringen wir um Licht,Den erhellenden Tag,einen anklingenden Morgen,einen Abend,der uns versöhnt. Feinstofflich ist es, und manchmalwie in der Tiefe der See. Mit Mitleid und Trauer gedenken wirderer, die Scheitern auf dem Wegzu sich selbst.

  • 12.01.2026 Haben wir oder nicht. Sie wird gewonnen oder verliert sich in einem vagen Gestern. Sie ist relativ und jeder meint  etwas Anderes damit. Im Alter verrinnen die Sekunden. Kinder zählen Tage der Erwartung. Denn: Die Zeit hat keinen Ort. Es seid denn, wir finden uns in ihr. Gegenwärtig und doch in ihr vergessend, und…

  • 11.01.2026 Von da, wo einst Troja stand, nach Kos,  schwimmend. Oder Paris Lissabon, mit einem letzten, keuchenden Zug. Letzte Reise aus einer verlorenen Heimat. Vor der Angst geflohen, voll Sorge vor dem, was noch kommt. Ich mache mich gerade auf eine bequeme Reise. Gerade eben warte ich noch 5 Minuten, weil mein Zugführer im Schnee…

  • 10.01.2026 Leipzig. Unser Stolz. Unverwüstlich im Wind aus West. Nur alte Männer wünschen sich den Kohlenmief ergrauter Städte in ihr Herz. Das Volk von damals, heute reklamiert: von Spießigkeit und Angst vorm  Anderssein. Welch Anmaßung der Feigen, Nutznießer einer unverdienten Freiheit, die der Mut der Menschen, die sie heute hassen, ihnen machten zum Geschenk.

  • 09.01.2026 Dein Tag. Göttin der Liebe, der Kriegskunst. Wie vereinst du die Seiten in dir? Unheimliche Frau aus dem Norden. Schön und voll Hass zugleich. Herrin der Walküren, Verführerin, Zauberin. Wo führst du die Gefallenen hin? Das Leben genommen. Reitest auf einem Berg toter Leiber. Wie gut, dass dein Abbild von heute ihre ganz eigenen…

  • 08.01.2026 Vor Abermillionen Jahren war Gott mit seiner Arbeit fertig. Und siehe, es war gut. Seitdem sind wir an der Reihe. Mit Kreuzzügen und Landraub. Skulpturen und Epen. Pyramiden und Bomben. Und selbstmörderischem Größenwahn, der sich selbst nicht genug sein kann. Es ist Zeit für einen neuen Anfang. Bauen wir nicht an tausendjährigen Reichen, sondern…

  • 07.01.2026 Die böse 7. Ein Kinderspiel? Der Wolf im Unterholz unseres Seins. Unbewusst oder bewusst. Verbrennen wir den Wald, so scheint er hervor. Er braucht keinen Schafspelz mehr. Es sei denn wir machen das fremde Tier uns zu Eigen, ein Haustier, das warm in unserer Hütte wohnt.

  • 06.01.2026 Die Herren im feinen Zwirn und den häßlichen Gesichtern irrlichtern durch die schöne neue Welt. Gierig nach allem, das ihnen gefällt. Gern hätten sie alles, alles für sich: Frauen und Pferde, Essig und Öl.  Inseln und Länder, ganz nah und von fern. Schießen ihr Spielzeug hinauf in das Licht und wieder herab auf Menschen…

  • 05.01.2026 Auf dem Weg zur Arbeit: Geht alles gut, macht Sie sich heute bezahlt. Man kann sich freuen, am Ende oder Anfang. Oder beides. So gehn wir aufrecht und gebückt, der Arbeit entgegen, oder nach Haus. Mit Erfüllung, Liebe, Mühe, Last. Menschen am Morgen. Menschen am Abend. Von Sinn erfüllt, oder vom Leben entleert.  Wenn…

  • 03.01.2026 Bald schon geht jeder wieder seinen Weg. Letzte Nächte, müde im Tag. Noch beschwingt und frierend fege ich gleich den Schnee von unseren Autos in das junge Jahr.