Li über das Schreiben

Li über das Schreiben

„Habt Ihr auch heute etwas geschrieben, Fremder?“


„Ja, über den Mond, der heute in den Fischteichen schimmert, und über den Rausch, den mir dieser Anblick und der Wein bedeutet haben.“

„Aber was ist daran von Wert?“


„Es ist der Klang der Wellen und der Geschmack des Weins. […] Es ist der Klang in der Stille, der uns aufhorchen lässt, das Herz bewegt und in unsere Seele eindringen lässt. Vorausgesetzt, ihr lasst es zu.“


Manche Texte begleiten uns über Jahre. Andere vergessen wir schon nach wenigen Seiten.

Woran das liegt, lässt sich schwer erklären. Vielleicht begegnen wir in einem Gedicht manchmal etwas, das wir kennen, ohne es vorher in Worte gefasst zu haben.

Und plötzlich gehört ein fremder Satz ein wenig zu uns.


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