liebe

sei universell

sagt man.

aber

gleichmäßig

verteilt ist sie

nicht.

–

wir lieben den andern.

wir lieben den nächsten.

wir lieben uns selbst.

–

–

ihr seid:

beherrscht von wut.

eurem neid.

euren hass

auf alles, was

euch fremd ist.

–

und fremd seid ihr

am meisten

euch selbst.

–

das

ist nicht

unser problem.

–

wir teilen es nicht 

und lassen

euch

damit allein.

–

Muss Liebe alles aushalten?
Muss sie jedem gelten – auch dort, wo Hass, Neid und Wut den Blick auf andere bestimmen?

Vielleicht gibt es einen Punkt, an dem Toleranz nicht mehr bedeutet, alles hinzunehmen. Einen Punkt, an dem man sich weigert, den Hass anderer mitzutragen, zu erklären oder zu entschuldigen.

Liebesentzug ist hier keine Strafe.
Er ist eine Grenze.

„wir teilen es nicht und lassen euch damit allein.“

Kalenderblatt 68 aus meinem fortlaufenden Projekt „100 Kalenderblätter“.

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